Hautkrebs und Sonne

Hautkrebs kann an jeder Stelle des Körpers auftreten, auch in Bereichen, die nie einer Sonneneinstrahlung ausgesetzt waren. Hautkrebs ensteht zu 75% unabhängig von Muttermalen/Leberflecken. Der Zusammenhang des hellen Hautkrebses mit dauerhafter Sonneneinwirkung ist eindeutig, da sind sich die Experten einig. Auch können Sonnenbrände insbesondere in der Kindheit und Jugend den schwarzen Hautkrebs fördern.

Für einen chronischen Sonnenschaden der Haut, muss man gar kein „Sonnenanbeter“ sein, sich also nicht stundenlang an den Strand legen oder ins Solarium gehen. Die tägliche Arbeit im Freien, Freizeit im Garten oder auf dem Fahrrad, das Sitzen hinter sonnendurchflutetem Fensterglas auch im Auto reichen aus, um über die Jahre eine bösartige Veränderung der Haut zu bewirken. Besonders gefährdet sind Personen, die einen Beruf ausüben, der viel Aufenthalt in der Sonne verlangt (Gärtner, Landwirte, Dachdecker, Postboten etc.)

Wir brauchen eine gewisse Dosis Licht für unser Gemüt und auch für die Produktion von Vitamin D, doch tatsächlich weniger als wir denken. Vor allem ist vielen nicht bekannt, dass für die Anregung der Produktion von Vitamin D die UVB-Strahlen entscheidend sind. UVB ist wie UVA ein Bestandteil des sichtbaren Lichts. Solarien machen Werbung mit Vitamin D, obwohl in den Solarien zu 99% UVA-Strahlung abgegeben werden und nicht UVB und somit keine Vitamin-D-Produktion durch Solarienbesuche angeregt wird.

Da jegliche UV-Strahlung, ob UVA oder UVB mit einem Risiko der Zellentartung also mit einem Risiko der Krebsenstehung einhergeht, versucht sich die Haut zu schützen. Sie hat Pigmentzellen, die Melanozyten. Diese bilden Pigment und geben dies Pigment an die umgebenden Hautzellen ab. Die Haut bräunt. Das, was wir als „gesunde Bräune“ bezeichnen, ist nicht mehr als der Versuch der Haut einen Schutzschild, einen Sonnenschirm, gegen die gefährlichen UV-Strahlen aufzubauen.

Gefährdet sind vor allem Nordeuropäer mit den vorwiegenden Hauttypen I-III. Bei diesen Hauttypen ist die Bräunung, die „Schutzschicht“ gegen Sonne, relativ dünn. Ein Vorteil ist allerdings dass hier die Dosis UVB-Strahlen, die für die Vitamin-D-Produktion benötigt wird, schon bei einem täglichen 30 minütigem Spaziergang bei bewölktem Himmel mit freiem Gesicht, Hals und Armen erreicht wird. Nun gibt es aber viele Menschen, die zu wenig im Freien sind und dadurch auf Dauer einen Vitamin D Mangel erleiden. Hier kann man Vitamin D in Tablettenform ersetzen und auch eine milde Lichttherapie mit UVB einleiten wenn erforderlich.

Andererseits trägt unser sonnenhungriges Freizeitverhalten und auch unsere mittlerweile lange Lebensspanne zum vermehrten Auftreten von Hautkrebs bei. Vor allem die Personen, die im Alltag wenig bis gar nicht im Freien sind und dann in den kurzen Urlaubstagen das Versäumte schnell aufholen wollen einschließlich Sonnenbränden, sind dann besonders gefährdet an Hautkrebs zu erkranken.

Sonnenbrand ist übrigens bereits die bleibende Rötung der Haut, nicht erst das Ablösen der Haut!! Eine Rötung zeigt an, dass die Haut auf Hochtouren daran arbeiten muss, die DNA-Schäden zu reparieren.

Deshalb schützen Sie sich ihrem Hauttyp entsprechend und nehmen Sie am Programm der Hautkrebsfrüherkennung teil, damit Sie sich lange an Ihrer gesunden und gepflegten Haut erfreuen können und Hautkrebs frühzeitig entdeckt werden kann.

Hauttypen nach Fitzpatrick:
http://de.wikipedia.org/wiki/Hauttyp